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Ernährungssicherung


Die Ernährung sichern für eine wachsende Weltbevölkerung



Während die Weltbevölkerung Jahr für Jahr weiter steigt, bleibt die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche praktisch gleich.

Die Weltbevölkerung wächst weiter dynamisch. Bereits 2012 klettert sie voraussichtlich über die Sieben-Milliarden-Marke. Im Jahr 2050 soll sie neun Milliarden Menschen erreichen. Gleichzeitig sagen Experten einen Rückgang der pro Kopf verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche voraus: Prognosen der Vereinten Nationen zeigen, dass im Jahr 2050 pro Kopf weniger als 40 Prozent der Anbaufläche zur Verfügung steht, die 1950 zur Ernährungssicherung vorhanden war. Immer mehr Menschen müssen also durch eine Anbaufläche versorgt werden, die bestenfalls konstant bleibt. Wichtiges Ziel der Pflanzenschutzforscher von Bayer CropScience ist es deshalb, den Ertrag beim Anbau beispielsweise von Baumwolle, Gemüse, Raps und Reis zu steigern. Als unverzichtbares Mittel dafür setzt Bayer CropScience auch auf die Biotechnologie.

Steigende Preise – wachsende Nachfrage

Wachsender Wohlstand und die damit verbundenen veränderten Ernährungsgewohnheiten wie der zunehmende Fleischkonsum in China und Indien treiben die Nachfrage nach pflanzlichen Produkten weiter nach oben und führen zur Konkurrenz zwischen Nahrungs- und Futtermitteln. Um ein Kilogramm Rindfleisch zu erzeugen, muss heute deutlich mehr als 7 Kilogramm Futter eingesetzt werden. Auch die gestiegenen Energiepreise haben Folgen für die Agrarwirtschaft: Im europäischen Weizenanbau beispielsweise machen die Faktoren Maschine und Energie etwa 60 Prozent der Produktionskosten aus. „Ein starker Importsog vom asiatischen und osteuropäischen Raum sowie vom mittleren Osten lässt die Preise für Ackerfrüchte, Milch- und Fleischprodukte ebenso steigen wie die zunehmende Konkurrenz durch den Flächenbedarf nachwachsender Rohstoffe“, so Prof. Dr. P. Michael Schmitz, Institut für Agrarpolitik und Marktforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Die Grüne Revolution vorantreiben

Bereits in den 1960er Jahren versuchte man durch moderne Agrartechnik, die Armut in den Entwicklungsländern zu bekämpfen und die Nahrungssicherheit bei einer stark wachsenden Bevölkerung zu gewährleisten: die so genannte erste grüne Revolution. Es gelang beispielsweise, Weizenhochleistungssorten zu züchten, die seit Anfang der 1960er Jahre in Indien angebaut werden und größere Agrarerträge liefern. Die Erfolge in der Saatgutzüchtung, der mechanisch-technische Fortschritt, die Erkenntnisse aus der Pflanzenernährung, moderne Bewässerungssysteme und schließlich der chemische Pflanzenschutz haben dazu wichtige Beiträge geleistet. Auch heute stehen wir erneut vor großen Aufgaben, die eine zweite grüne Revolution erfordern. Nur so können die neun Milliarden Menschen, die unseren Planeten in wenigen Jahrzehnten bevölkern, auch sicher ernährt werden.
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