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Beiztechnologie
Beiztechnologie
Die Beizformulierung muss stabil sein und grundlegende Hafteigenschaften aufweisen; die Filmbeschichtung muss die Haftung ergänzen, damit eine gleichmäßige Verteilung des Beizmittels auf den Saatkörnern und eine gute Fließfähigkeit des Saatguts gewährleistet sind. Die Rezeptur der Beizschlämme muss an das Saatgut angepasst sein, und die Dosierung muss so gewählt werden, dass eine gute Umhüllung und homogene Verteilung unter den Saatkörnern erreicht werden. Außerdem sind geeignete Beiz-Geräte erforderlich, die genau anzupassen sind und zuverlässig arbeiten müssen. Das Beizen wird nur dann von hoher Qualität sein, wenn beides, Beizmittel und Filmbeschichtung, richtig dosiert ist.
Eine Kombination verschiedener Inhaltsstoffe
Diese und andere wichtige Eigenschaften, wie z.B. die Fließfähigkeit des Saatguts, werden durch die kombinierte Applikation einer passenden, für ein bestimmtes Beizmittel entwickelten Filmbeschichtung unterstützt und ergänzt.
Moderne Verfahren
Die gängigsten Formulierungen weltweit sind Trockenbeizen (DS), Feuchtbeizen (LS) und die Suspensionsbeizen (FS).
Moderne Beizverfahren sind die Beschichtung (Film Coating) und das Pillieren.
Die jüngste Entwicklung von Bayer CropScience sind "Wasserbeizen", besonders anwenderfreundliche Suspensionsbeizen auf Wasserbasis. Bei der Anwendung entstehen weder Staub noch Lösungsmitteldämpfe; die Reinigung von Maschinen und Geräten ist problemlos mit Wasser möglich.
Verschiedene Anwendungsverfahren
| Saatgutbeizung: Aufbringung der Beize mithilfe einfacher Beizgeräte, | |
| Filmbeschichtung (film coating): Die Filmbeschichtung wird zusammen mit dem Beizmittel gegen Schadinsekten und/oder Schadpilze zur Verbesserung der Applikationsqualität aufgebracht. Adäquate, mit der richtigen Dosierung aufgebrachte Filmbeschichtungen, verringern den Abrieb und die Staubentwicklung und damit auch den Verlust von Wirkstoff beim Applizieren, Verpacken und Säen. Sie verbessern die gleichmäßige Verteilung der Beizmittel auf dem Saatgut und verleihen den Körnern wieder eine gute Fließfähigkeit / Säbarkeit. Filmbeschichtungen sind Teil der professionellen Saatgutbehandlung für Feldfrüchte und Gemüse und werden zumeist in professionellen Saatgutunternehmen aufgebracht. Damit moderne Filmbeschichtungen all die technischen Eigenschaften wie weniger Abrieb und Staubentwicklung, gute Fließfähigkeit sowie bessere Saatkornumhüllung und -einfärbung besitzen, sind sie ziemlich komplexe und komplizierte Produkte, die Polymere und Füllstoffe sowie Netz- und Stabilisiermittel in Kombination mit Pigmenten und Glanzmitteln enthalten. Die Kombination dieser Bestandteile und die genaue Rezeptur hängen stark von den jeweiligen Anforderungen, der Kultur und dem verwendeten Beizmittel ab. Darüber hinaus dürfen Filmbeschichtungen die Wasseraufnahme durch das Saatgut sowie Keimung und Auflauf nicht behindern. Filmbeschichtungen bilden einen äußerst dünnen Film und verändern die Größe, die Gestalt oder das Gewicht des Saatguts nicht. | |
| Pillieren: Das Pillieren dient vor allem zwei Zwecken. Zum einen sollen Saatkörner mit ungleichmäßiger Oberfläche eine gleichmäßige Größe und Gestalt erhalten, z.B. bei Zucker- oder Futterrüben. Zum andern sollen durch das Pillieren die Größe und/oder das Gewicht sehr kleiner Saatkörner wie beispielsweise von Gemüse oder Gräsern erhöht werden. In beiden Fällen geht es darum, die Gestalt, die Größe und/oder das Gewicht der Saatkörner anzupassen und zu verändern, damit moderne Präzisionssämaschinen eingesetzt werden können. Mit den für das Pillieren verwendeten inerten Stoffen müssen sich robuste und stabile Pelletts bilden lassen, die aber gleichzeitig die Wasseraufnahme durch das Saatkorn und damit das Aufkeimen und Auflaufen nicht behindert. In der Regel werden Beizmittel in einem zweiten Schritt auf pilliertem Saatgut aufgebracht, dies stets in Kombination mit einer Filmbeschichtung. | |
| Pillieren und Beschichten: Hierbei geht es um das aufeinander folgende Aufbringen verschiedener Filmbeschichtungen in Kombination mit verschiedenen Beizmitteln. Es lässt sich sowohl bei pilliertem als auch nicht-pilliertem Saatgut anwenden. | |
| Mehrfachbeschichtung: Fortschrittliche Coating-Methode, bei der nacheinander mehrere Schichten, unter anderem Fungizide und Insektizide aufgetragen werden. |



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