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Herausforderung Klimawandel

Der Bedarf an Nahrungsmitteln steigt, ihre Produktion wird zunehmend schwieriger
Die verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen stagnieren
Ansätze durch neue Pflanzenschutzlösungen, optimierte Anbautechnologie sowie moderne Biotechnologie

Nutzpflanzen sind immer stärker den so genannten abiotischen Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze, Kälte oder salzigen Böden ausgesetzt.
Extreme Wetterphänomene bedrohen Ernten

Weltweit registrieren Meteorologen immer öfter extreme Wetterereignisse – ausbleibende oder verschobene tropische Regenfälle ebenso wie auffällige Strömungsphänomene in den Ozeanen. Der erwartete Anstieg der Durchschnittstemperaturen wird gravierende Auswirkungen auf Mensch und Natur haben und die Produktion von Grundnahrungsmitteln beeinträchtigen.

Daraus resultierend sind Nutzpflanzen immer stärker den so genannten abiotischen Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze, Kälte oder salzigen Böden ausgesetzt. Sie verbrauchen für ihr Wachstum immer mehr Energie. Zudem müssen sich Pflanzen auch gegen Schädlinge, Mikroorganismen oder konkurrierende Pflanzen – den so genannten biotischen Stress – zur Wehr setzen. Das schwächt die Pflanzen dauerhaft und macht sie auch anfälliger für Pflanzenkrankheiten. Bis zu 80 Prozent des Ernteertrags kann durch abiotische Stressfaktoren verloren gehen.

Ernten sichern – Erträge steigern


Getreide ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für einen Großteil der Weltbevölkerung.
Vor diesem Hintergrund sind Strategien gefragt, wie eine nach Schätzungen der UNO jährlich um 80 Millionen Menschen zunehmende Weltbevölkerung ernährt werden kann.

Bayer CropScience hat verschiedene Projekte gestartet, um zum einen Pflanzen stressresistenter zu machen und die landwirtschaftliche Produktivität, also den Ertrag pro Hektar Anbaufläche, signifikant zu erhöhen. Zum anderen werden Ansätze untersucht, um Pflanzen stärker als Energieträger zu nutzen – ohne dass es beim Anbau zu einer Konkurrenz mit Nahrungsmitteln kommt.

Um dies zu erreichen, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich: Er umfasst neue Pflanzenschutzlösungen und Saatgut mit verbessertem Ertragspotenzial wie auch optimierte Fruchtfolgewechsel, Bewässerungstechnik und Düngung. Er steht auch für neue Möglichkeiten der modernen Pflanzenzüchtung und sieht die Chancen in der modernen Pflanzenbiotechnologie.


Chemische und biologische Ansätze zur Abwehr biotischer wie auch abiotischer Stressfaktoren.
Ein chemischer Ansatz betrifft die stressmindernde Wirkung etablierter Pflanzenschutzwirkstoffe. Zum Beispiel können bestimmte Insektizide positiv auf das Wachstum einwirken, und zwar unabhängig davon, ob die Pflanze tatsächlich von Insekten befallen ist. Unter „Confidor® Stress Shield Inside“ vermarktet das Unternehmen bereits insektizide Wirkstoff-Formulierungen, die sowohl biotische als auch abiotische Stressfaktoren abwehren können. Neueste Forschungsergebnisse haben zudem gezeigt, dass diese Technologie, im Insektizid Gaucho® angewandt, Reispflanzen widerstandsfähiger gegen Schwankungen des Salzgehalts im Brackwasser machen kann.


Moderne Technologie kann Pflanzen widerstandsfähiger und ertragreicher machen und hilft so, den Bedarf der stetig wachsenden Weltbevölkerung zu decken. Im Forschungszentrum von Bayer CropScience in Gent werden Kulturpflanzen wie Reis, Raps und Baumwolle gezielt optimiert.
Mit Biotechnologie gegen Klimastress

Mit Hilfe der grünen Gentechnik ließe sich – nach Schätzungen des Council for Biotechnology – das Ertragspotenzial weltweit um rund 25 Prozent heben. Bayer CropScience nutzt deshalb auch die Pflanzenbiotechnologie, um Nutzpflanzen gegen Klima- und Umweltstress zu immunisieren. Damit machen die Forscher von Bayer CropScience beispielsweise Baumwolle, Raps oder Reis fit für den Einsatz in Gebieten mit oft ungünstigen Witterungsbedingungen. Dazu gehören Gewächse mit großer Salztoleranz, mit hoher Dürreresistenz, Kälte- und Hitzetoleranz sowie Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen oder Wasser auskommen oder auf stark belasteten Böden gedeihen können.

So ist es bei Raps gelungen, die Aktivität eines Gens zu senken, das bei Stressreaktionen der Pflanze für einen hohen Energieverbrauch verantwortlich ist, was zu teils dramatischen Ernteverlusten führt. Pflanzen mit abgemilderter Stressabwehr brachten im Feld unter Trockenbedingungen deutliche Ertragssteigerungen.
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