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Integrierter Pflanzenbau


Äcker und Biotope: Auf gute Nachbarschaft!


Moderne Landwirtschaft sichert die Nahrungsmittelversorgung
Moderne Landwirtschaft muss hohe Erträge erzielen. Dies ist auch möglich, wenn sich die intensiv bewirtschafteten Äcker mit natürlichen Lebensräumen abwechseln, in denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause haben. Integrierter Pflanzenbau heißt dieses Prinzip, das die wirtschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft mit dem Umweltschutz in Einklang bringen möchte. Zum Konzept gehört dabei auch das Nebeneinander von Nutzflächen und dauerhaften Schutzgebieten für die Tierwelt.


Landwirtschaft und Artenvielfalt sind kein Widerspruch

Dass Landwirtschaft und Artenvielfalt kein Widerspruch sind, sondern sogar voneinander profitieren können, das beweist Bayer CropScience in seinen Projekten zum integrierten Pflanzenbau und zur Biodiversität. Auf seinen zwei englischen Versuchsfarmen betreibt das Unternehmen schon seit 2003 integrierten Pflanzenbau. Dabei wurde ein Teil der jeweils 25 Hektar großen Farmen ganz gezielt vom Nutzpflanzenanbau ausgenommen. Stattdessen legte man Hecken, Baumreihen, wilde Wiesen, Obstgärten, Gräben und Teiche an: Lebensräume für vielfältige Tier- und Pflanzenarten.


Viele Obstbäume sind auf die Bestäubung durch fliegende Pollenüberträger wie Bienen angewiesen
Ein neues Zuhause für Dompfaff und Co

Das Angebot wird in großem Umfang angenommen. Inzwischen nisten Dompfaffen, Grauammern, Feldlerchen und andere Vögel in den Hecken und Bäumen, Zitronenfalter legen ihre Eier, Fledermäuse finden reichlich Insektenbeute, und Bienen sammeln auf den Wiesen Nektar. Gerade diese Pollensammler sind ein gutes Beispiel für die Synergien zwischen Artenvielfalt und Landwirtschaft. Wer Bienen Nahrung und Lebensraum bietet, der hilft auch dem professionellen Obstanbau. Denn viele Obstbäume sind auf die Bestäubung durch fliegende Pollenüberträger wie Bienen angewiesen.

Die englischen Farmen von Bayer CropScience sind inzwischen ein häufig besuchtes Ziel von britischen Landwirten geworden. Dort bekommen sie auf anschauliche Art wertvolle Anregungen, wie sie auch auf ihren eigenen Farmen die Biodiversität steigern können.

Auch in Brasilien hat Bayer CropScience Erfahrung mit Projekten zur Biodiversität gesammelt. Gemeinsam mit einem Zitrusfarmer erarbeitete man beispielsweise ein Konzept, um dem Vertrocknen eines Wasserlaufs entlang der Farm sowie der damit einhergehenden Erosion entgegenzuwirken. Dabei wurden im Uferbereich rund 8.000 Baumsetzlinge heimischer Arten gepflanzt. Die neue Vegetation stoppte nicht nur den Rückgang des Wasserpegels. Zugleich lockte sie viele Vögel und Insekten auf das Farmgelände – und erhöhte damit die Artenvielfalt. Inzwischen eifern viele Farmer im ganzen Land diesem Ansatz nach.

[ zuletzt geändert: Mittwoch 4. Juni 2008 ]