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Kinderarbeit
Kinderarbeit
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Bayer CropScience toleriert keine Kinderarbeit. Dieses Prinzip der „Null-Toleranz“ gilt auch innerhalb unserer Zulieferkette. Das ist besonders in Ländern von Bedeutung, in denen Kinderarbeit noch immer weit verbreitet ist, wie zum Beispiel bei der Saatgut-Produktion auf den Anbauflächen der Kleinbauern in Indien. Hier haben wir ein Kinderschutzprogramm (Child Care Program) entwickelt, das Lösungen für gleich mehrere Problemfelder der Kinderarbeit bietet. Es zeigt, dass die Produktion von Baumwoll-Saatgut auch ohne Kinderarbeit möglich ist. Auf der Grundlage dieses Konzeptes minimieren wir das Risiko von Kinderarbeit in unserer Saatgut-Lieferkette. Hierzu dienen Initiativen, die das Bewusstsein für die Thematik laufend schärfen, und risikobasierte Kontrollen auf den Anbauflächen. Wo nötig, ergreifen wir Korrekturmaßnahmen, um Kinderarbeit auf unseren Anbauflächen systematisch zu unterbinden. |
Der Beitrag von Bayer CropScience zur Abschaffung von Kinderarbeit
Das „Child Care Program“1 von Bayer CropScience in Indien zeigt, dass die Anbauflächen zur Produktion unseres Baumwoll-Saatgutes auch ohne Kinderarbeit rentabel bewirtschaftet werden können. Die Bauern schicken ihre Kinder jetzt in die Schule statt auf die Felder. Unser umfassendes Programm bietet eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Die Saatgut-Produzenten erzielen ein höheres Einkommen, da sie aufgrund besserer Schulung produktiver arbeiten, die vormaligen Kinderarbeiter bekommen eine Schulbildung, und Bayer CropScience kann mehr Saatgut in besserer Qualität von seinen Vertragspartnern in der Zulieferkette kaufen.
Bayer CropScience teilt mit den anderen Mitgliedsunternehmen im internationalen Verband der Pflanzenschutzindustrie „CropLife International“ die Auffassung, dass Kinderarbeit in der Saatgut-Lieferkette zu unterbinden ist. Im entsprechenden Positionspapier des Verbandes „CropLife Position on Child Labor in the Seed Supply Chain“2 wurde dies deutlich zum Ausdruck gebracht.
Als verantwortlicher Teil der Gesellschaft und Gründungsmitglied der UN-Initiative „Global Compact“ ist Bayer CropScience dazu verpflichtet, seinen Beitrag zum Kampf gegen Kinderarbeit innerhalb des Einflussbereiches des Unternehmens zu leisten. Unsere Position zum Thema Menschenrechte3 ist eine verbindliche Managementregelung, die unsere Null-Toleranz-Strategie gegenüber Kinderarbeit unmissverständlich darlegt.
Allerdings kann das Problem der Kinderarbeit weltweit nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten – Regierungen, Zivilgesellschaft und Privatsektor – gelöst werden. Bayer CropScience steht daher in einem offenen Dialog mit zahlreichen Interessengruppen aus allen Teilen der Gesellschaft, die ein echtes Interesse an konstruktiver Mitwirkung und zielorientierter Kooperation haben. Dies trägt dazu bei, sich erfolgreich mit der globalen Herausforderung auseinanderzusetzen.
Kinderarbeit – ein weit verbreitetes Phänomen
Der „United Nations International Children’s Emergency Fund“ (UNICEF) berichtet, dass heute schätzungsweise 158 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten müssen. Das ist jedes sechste Kind weltweit.4
Die Gründe für Kinderarbeit in der Landwirtschaft sind vielfältig. Armut, der einfachere Umgang mit Kinderarbeitern, eine bessere Eignung von Kindern für die filigrane Handbestäubung bei arbeitsintensiven Pflanzen, eine schlechte Schulinfrastruktur und ein Mangel an erwachsenen Arbeitskräften aufgrund der Urbanisierung werden als Ursachen für Kinderarbeit genannt. Es darf aber auch nicht unterschätzt werden, dass Kinderarbeit in vielen Gesellschaften kulturell tief verwurzelt ist. Sie hat dort eine lange Tradition und ist oft selbstverständlicher Teil des Weltbildes der Menschen.
Kinderarbeit schadet geistig, seelisch und körperlich, sie ist unsozial und ethisch nicht vertretbar. Sie nimmt den Kindern die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Sie haben so keine Chance auf eine bessere Bildung – die Grundlage für einen höheren Lebensstandard, wenn sie älter sind.
Damit sich eine Gesellschaft weiterentwickeln kann, ist die Abschaffung der Kinderarbeit eine unabdingbare Voraussetzung.
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